Wenn keine Bautrupps mehr da sind
Der Engpass ist real: Zwei Drittel der Tiefbaubetriebe suchen vergeblich
Der Netzausbau in Deutschland steht vor einer paradoxen Situation: Fördermittel und politischer Rückenwind sind da, doch es fehlt an Menschen, die die Kabel tatsächlich verlegen. Laut dem aktuellem DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 sind im Tiefbau fast zwei Drittel der Betriebe (62 Prozent) von Arbeitskräfteengpässen betroffen – ein Wert, der sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verbessert hat. Für Kommunen und Unternehmen, die auf zügige Glasfaser- oder Mobilfunkprojekte angewiesen sind, wird das immer mehr zum handfesten Risiko für Zeitpläne und Budgets.
Warum klassischer Tiefbau allein die Ausbauziele nicht mehr erreicht
Selbst mit vereinfachten Genehmigungsverfahren und frischen Fördertöpfen bleibt der klassische Tiefbau der Flaschenhals: Ohne ausreichend Bautrupps helfen beschleunigte Verfahren wenig, wenn am Ende niemand den Spaten in die Hand nimmt. Die Branche reagiert deshalb zunehmend mit alternativen Verlegeverfahren, die weniger personalintensiv sind und gleichzeitig Bauzeiten verkürzen – ein Ansatz, der sich auch für IMS KT-Projekte bewährt.
Micro- und Mini-Trenching: Schneller, schonender, wirtschaftlicher
Micro- und Mini-Trenching schneiden statt aufzugraben: Mit schmalen, wenige Zentimeter breiten Fräsungen im Straßenbelag lassen sich heute Glasfaserkabel deutlich schneller verlegen als im klassischen Tiefbau mit offener Grabung. Das spart nicht nur Personalstunden, sondern reduziert auch Verkehrsbeeinträchtigungen und senkt die Kosten für die Wiederherstellung der Oberflächen erheblich. Ergänzend gewinnen alternative oberirdische Führungen an Bedeutung, etwa entlang bestehender Infrastruktur wie Straßenlaternen oder Freileitungsmasten, wo eine Verlegung im Boden wirtschaftlich oder genehmigungsrechtlich nicht sinnvoll ist. Beide Verfahren machen den Netzausbau planbarer, auch wenn Bautrupps knapp bleiben.
Der IMS KT-Ansatz für effizienten Netzausbau trotz Personalengpass
Bei IMS KT begegnen wir dem Fachkräfteengpass mit einer Kombination aus Verfahrenswahl, digitaler Unterstützung und vorausschauender Planung:
– Alternative Verlegeverfahren, wie Micro- und Mini-Trenching, prüfen wir standardmäßig, wo Bodenbeschaffenheit und Genehmigungslage es zulassen
– Digitale Planungstools helfen, Trassenführung und Bauabläufe frühzeitig zu optimieren und Leerlaufzeiten der Bautrupps zu vermeiden
– Remote-Support und Mixed-Reality-Technik ermöglichen es, Spezialwissen unabhängig vom Standort einzubinden, statt für jede Störung eine Fachkraft anreisen zu lassen
– Enge Abstimmung mit Bauämtern und Netzbetreibern, um Genehmigungen und Bauzeitfenster realistisch zu planen – ein Grundsatz, den wir bereits im Beitrag „Der unsichtbare Mehrwert: Warum professionelles Projektmanagement den entscheidenden Unterschied beim Netzausbau macht” beschrieben haben
– Eigene Ausbildung und Weiterqualifizierung, um dem Fachkräftemangel langfristig nicht nur mit Technik, sondern auch mit eigenem Personal zu begegnen
Wissen digital verfügbar machen: Remote-Support statt Fachkräftemangel
Ein zentraler Hebel gegen den Personalengpass ist für uns, Erfahrung ortsunabhängig verfügbar zu machen. Mixed-Reality-Systeme und vernetzte Serviceplattformen erlauben es, Technikern vor Ort visuelle Schritt-für-Schritt-Anleitungen und direkte Unterstützung erfahrener Spezialisten aus der Ferne zu geben. Wartung, Entstörung und Inbetriebnahme werden dadurch standardisierbarer und weniger abhängig von der Verfügbarkeit einzelner Fachkräfte vor Ort. Reisezeiten sinken, Reaktionszeiten verkürzen sich – ein Ansatz, der sich gut mit unseren Erfahrungen aus der vorausschauenden Instandhaltung deckt.
Fazit: Tempo halten, ohne Qualität zu opfern
Der Fachkräftemangel im Tiefbau wird uns noch Jahre begleiten. Wer Netzausbauprojekte trotzdem termingerecht umsetzen will, kommt an alternativen Verlegeverfahren, digitaler Unterstützung und vorausschauender Projektplanung nicht vorbei. IMS KT verbindet all das mit langjähriger Projekterfahrung – damit Ihr Glasfaser- oder Mobilfunkprojekt auch dann vorankommt, wenn Fachkräfte knapp sind.
Sie planen ein Netzausbauprojekt und möchten Verzögerungen durch Personalengpässe vermeiden?
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